Hier informieren wir Sie über Aktuelles, Termine und Geplantes. Wenn Sie weitere Fragen oder Wünsche haben, so mailen Sie oder rufen Sie uns einfach an …
14. April 2023I Basiskurs „Coach für Neue Autorität“
Am 14. April 2023 wird neuer Basiskurs zum „Coach für Neue Autorität“ starten. Im Gegensatz zu dem vorherigen Ausbildungen, wird es eine 6-modulige Basisausbildung in einer festen Gruppe sein. Hiernach werden die Teilnehmenden in der Lage sein, die Haltung der Neuen Autorität implementiert zu haben und dementsprechend zu handeln. Wer einen Aufbau zum Coach für Neue Autorität absolvieren möchte, kann dies bei anderen Instituten, die dem Netzwerk angeschlossen sind, machen.
Die Seminare werden durch mich durchgeführt und als Gastreferenten werden Stefan Ofner, Petra Girolstein und Wolfgang Tillner Seminare leiten.
Die Termine sind:
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- 14. April 2023
- 05. Mai 202
- 16. Juni 2023
- 18. August 2023
- 15. September 2023
- 13. Oktober 2023
- Tagungsort: Systemische Akademie Bramsche
Zeiten: Freitags jeweils von 9.00 – 17.30 h
Kosten: € 1095,00
18. – 20. Mai 2023 I 7. Internationale Tagung „Neue Autorität“ in Osnabrück
Die Weisheit von Präsenz und Gewaltlosigkeit –
Brückenbau in unsicheren Zeiten
Systemisches Elterncoaching und Neue Autorität im Wandel von 20 Jahren 7. Internationale Tagung NVR, 18.-20.5.2023 in Osnabrück, Deutschland
Wir leben in unsicheren Zeiten. Immer wieder und auf vielen Ebenen wird uns vor Augen geführt, wie groß die Versuchung ist, mit Mitteln von Macht, von Gewalt, Dominanz und Kontrolle in einen dauerhaft für alle Seiten befriedigenden Zustand des Zusammenlebens zu gelangen. Und immer wieder zeigt sich über kurz oder lang, wie sehr dieses Denken und Handeln zerstörerisch auf menschliche Beziehungen wirkt – und nicht zuletzt auf die Ökologie der Welt, in der wir leben.
- Präsenz und Gewaltlosigkeit bieten hier ein kraftvolles alternatives Bild an. Es ist ein Bild, das auf der Fähigkeit und der Bereitschaft von Menschen aufbaut, der Gewalt zu widerstehen, sich mit anderen zu verbinden und zu vernetzen, empathisch aufeinander einzugehen und miteinander zu kooperieren.
- Präsenz und Gewaltlosigkeit beziehen ihre Kraft aus der der Selbstreflexion des Einzelnen und des Systems und fokussieren auf den eigenen konstruktiven Beitrag zur gegenseitigen Regulation.
- Präsenz und Gewaltlosigkeit bieten daher die Chance, da Brücken zu reparieren oder neu zu bauen, wo Beziehungen bedroht oder zerstört worden sind.
- Präsenz und Gewaltlosigkeit haben sich mittlerweile in den verschiedensten gesellschaftlichen Feldern bewährt, ob es um Zusammenhalt bei bedrohten Bindungsbeziehungen in Familien geht, in Schulen und KiTas, in pädagogischen Einrichtungen aller Art, in Organisationen, im Kontext der Gemeinde oder anderen Feldern.
- Präsenz und Gewaltlosigkeit laden damit dazu ein, zwischenmenschlichen Spannungen und dämonischen Ideen der Macht und Dominanz die Stärke der Weisheit entgegenzusetzen.
Diese Bereitschaft, standhaft zu sein und zugleich bewusst Verbindungen zu schaffen und Brücken zu bauen, geht mit einer besonderen Qualität von Stärke, Präsenz und von Autorität einher. Jeder Widerstandsschritt, jede Grenzziehung, jedes „Nein“ wird mit der Suche nach Möglichkeiten verbunden, wie angesichts bedrohter oder gar zerstörter Bindungsbeziehungen Verbundenheit und Zugehörigkeit wieder neu zu entdecken sind.
Die Bedeutung dieser Qualität wird in unsicheren Zeiten, in Zeiten der Pandemie, in drohenden ökologischen Krisen, im Erschrecken über das Aufflammen kriegerischer Gewalt besonders deutlich. Es geht darum, die jeweils verantwortlichen Personen – Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, Lehrerinnen und Lehrer, Führungskräfte – darin zu unterstützen, Eskalationseinladungen entschieden zu widerstehen. „Stärke der Weisheit“, das bedeutet, im Vertrauen auf die verbindende Kraft der Präsenz und Gewaltlosigkeit daran zu arbeiten, dass Kontakt, Beziehung, Zugehörigkeit und Austausch wieder möglich werden – also Brücken zu bauen.
Das Thema „Brückenbau“ soll uns auf der 7. Internationalen Tagung beschäftigen. Zwanzig Jahre nachdem Neue Autorität und Gewaltloser Widerstand im systemischen Elterncoaching in Deutschland bekannt gemacht wurden, wollen wir uns mit Fragen befassen wie:
- Wie können bedrohte und unterbrochene Beziehungen wieder lebendig werden, statt durch Praktiken der Macht weiter gefährdet zu sein?
- Welche Verpflichtungen ergeben sich für die Menschen, die sich diesem Ansatz nicht nur persönlich, sondern auch professionell verpflichtet fühlen?
- Welche Brücken benötigen wir selbst, um gemeinsam die NVR-Charta zu realisieren und dann unsererseits Brücken bauen zu können, die auf dem Fundament von Vertrauen und gemeinsamer Entwicklung stehen?
- In welche Felder hinein kann sich das Denken und Handeln der Gewaltlosigkeit jenseits von Elterncoaching entwickeln, welche Themen, Inhalte und Perspektiven regen uns an?
- Und wie sind im Rückblick auf die Entwicklungen der letzten 20 Jahre die Möglichkeiten des Ansatzes in der Zukunft einzuschätzen?
Wir freuen uns auf einen intensiven, kreativen, inspirativen, vielleicht auch irritierenden Austausch mit Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit zugleich.
Anmeldungen & Programm: www.nvr2023.com
22. Mai 2023I Dem Trauma Widerstand leisten: Mit neuer Autorität und gewaltfreiem Widerstand traumatisierten Eltern helfen mit Peter Jakob
Manche Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe befürchten, neue Autorität könne Kindern und Jugendlichen mit traumatischer Erfahrung schaden – gewaltfreies, präsenzerhöhendes Vorgehen könne sie beschämen, und man müsse daher jede Auseinandersetzung mit dem traumatisierten jungen Menschen meiden. Viele Eltern traumaerfahrener Kinder und Jugendlicher haben jedoch selbst Missbrauch, Vernachlässigung oder Gewalt erlebt, oft schon in früher Kindheit, und dann als Partnergewalt. Wie kann ich Schutz erfahren, wenn die elterliche Stärke ausbleibt, wenn mein Handeln in ihnen Angst oder Demütigung auslöst, sie retraumatisiert? Damit die Erwachsenen die elterliche Ankerfunktion erfüllen können, damit die Kernfamilie zum Ort der Genesung von Trauma werden kann, bedarf es zunächst eines therapeutischen oder beratenden Vorgehens, das emotional sichere, unterstützende Kommunikation zwischen Menschen im sozialen Umfeld der Familie und den Eltern stiftet. Im nächsten Zuge können dann speziell auf die Arbeit mit Trauma abgestimmte Methoden des gewaltfreien Widerstandes eingesetzt werden, die den Eltern helfen, von traumatischen Bewusstseinszuständen ins Präsenzbewusstsein „hinüberzuwechseln“, damit die Eltern dem Kind weder mit Furcht, noch mit feindseliger Ablehnung oder Vermeidung begegnen müssen. Wenn es ihnen gelingt, ihre inneren und zwischenmenschlichen Ressourcen zu aktivieren, um schließlich zu einem sicheren Felsen im stürmischen Meer der Kindesemotionen zu werden. Wer nicht mehr Opfer ist, dem gelingt es, sich auf das traumaerfahrene Kind einzustimmen und ihm Mitgefühl entgegenzubringen.
Bei diesem Studientag vermittelt Peter Jakob seine Konzeption des gewaltfreien Widerstands als systemisch-traumalösendes Vorgehen. Er führt dabei in die theoretische Integration aus Bindungs- bzw. Traumatheorie sowie Theorie des weiteren Systems ein. Dies geschieht durch die Vermittlung praktischer Zugänge in der Planung, Durchführung und Bewertung gezielter, gewaltfreier Handlungen, und gezielter dialogischer Gesprächsführung, in der sich Eltern aus der Falle von Kritik, Bevormundung und Insuffizienzgefühlen befreien können.
Datum: Montag, 22. Mai 2023
Zeit: 9.30 – 17.00 h mit einer Stunde Mittagspause
Ort: Systemische Akademie Bramsche
Kosten: € 130,00 für Teilnehmende aus den Ausbildungskursen € 120,00
Leitung: Dr Peter Jakob, Consultant Clinical Psychologist, ist systemischer Familientherapeut, Supervisor und Ausbildender in neuer Autorität und systemischer Therapie. Er hat vor über 20 Jahren das systemische Elterncoaching bzw neue Autorität in Grossbritannien eingeführt, und hat diesen Ansatz mit narrativer Therapie und lösungsorientiertem Vorgehen integriert, um einen neuen trauma-fokussierten Zugang zur Arbeit mit Gewalt, schädlichem und selbst-schädigendem Verhalten zu entwickeln.
Peter Jakob ist der Autor des Buches “Dem Trauma Widerstand leisten: Neue Autorität als familientherapeutischer und traumapädagogischer Ansatz“ und zusammen mit Maria Borcsa, Jan Olthoff and Arist von Schlippe Herausgeber des Bandes “Narrative Praxis: ein Handbuch für Beratung, Therapie und Coaching”.
Der Fachtag findet in deutscher spräche statt!